Protagonistin Zenzi

Bald geht es los ….
… und bis dahin gibt es in regelmäßigen Abständen ein paar Appetithäppchen.

Die Protagonisten

Nr. 5: Innozenzia – „die Unschuldige“ – genannt Zenzi

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In Zenzi’s Ausweis stand als Vorname Innozenzia, was „die Unschuldige“ bedeutete. Nomen est omen und wenn Innozenzia hier ein Zeichen setzten sollte, dann bestimmt das verkehrte. Denn Zenzi ist alles andere als unschuldig.

Sehr dem männlichen Geschlecht zugetan, hat sie schon den ein oder anderen Wandersmann in ihrer urigen Hütte vernascht. Hin und wieder landete allerdings auch mal eine hübsche Bergsteigerin in ihrem Bettchen. Was Zenzi auch nicht sonderlich schwer fällt. Mit ihrer Wahnsinns- Figur, den rotblonden Haaren und den süßen Sommersprossen ist sie eine sehr aparte Erscheinung.

Spätestens, wenn Sie sich beim Bedienen (dieser Tätigkeit kam Zenzi auf dem Rosenheimer Volksfest, sowie in den Wintermonaten in einer bekannten Apres- Ski- Bar in Saalbach-Hinterglemm nach) etwas nach vorne lehnte und ihr der Betrachter in ein vollendetes Dirndl- Dekolleté schauen durfte, war es um die meisten Männer und auch einige Frauen geschehen.

Wenn diese Eroberung Zenzi dann auch noch zum Höhepunkt brachte, dann wusste man das im ganzen Tal oder der ganzen Umgebung, denn Zenzi schrie ganz laut, wenn sie zum Orgasmus kam. Manche meinten dazu: „Jetzt jodelt Zenzi wieder!“

Sepp schien eine ganz besondere Begabung zu haben, Zenzi zum Jodeln zu bringen.

Die Saualm war zwar kein offizieller Einkehrbetrieb, aber a Bier hatte die Zenzi immer. Neben einem Dutzend Kühen und zirka zwei Dutzend Hühnern, gab es auch Schweine auf der Alm, daher auch der Name. Wenn Zenzi schlachtete und zu ihrem legendären Schweinebraten rief, dann kamen die Kenner aus dem ganzen Tal.

Irgendein Witzbold hat den Spruch über der Eingangstür ergänzt und vor „Auf der Alm, da gibt’s koa Sünd!“ schräg Sau geschrieben und das ko von koa (kein) durchgestrichen.

Also: „Auf der Sau- Alm, da gibt’s (ko)a Sünd!“

Ansonsten war die Zenzi eine Seele von Mensch, hilfsbereit und großzügig.
Und wie die meisten Sennerinnen liebte Zenzi die Tiere …

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